Kindergarten im Wald

Die Kindergartenkinder verbringen zweimal im Jahr jeweils eine Woche lang ihre Vormittage im nahegelegenen Wald. Für diese Vormittage bauen sich die Kinder im Wald ein Lager mit Planen und wetterfesten Matten auf. Hier wird gefrühstückt und der Aktionsplan besprochen. Mit Gummistiefeln, Matschhosen, Jacken, Mützen und Werkzeugen geht es dann in Kleingruppen mit den Erzieher*innen auf Entdeckungstouren durch den Wald. Ein beliebter Ausflugsort im Wald sind die Fuchs- und Dachsbauten. Als die Jäger letztes Jahr da waren haben wir herausgefunden, dass sie sowohl vom Fuchs als auch vom Dachs genutzt werden. Die umgefallene Baumwurzel im Wald ist riesig und bietet tolle Abenteuer. Am Waldrand ist eine Kuhle, an und in der die Kinder immer schwer beschäftigt sind. Sie werden mit Stöckern und Sträuchern zugedeckt und als Höhle und Club genutzt. Oder auch Schätze des Waldes werden da drin gefunden und auch wieder neu versteckt. Außerdem ist der Platz durch den Wald vor Wind geschützt, so dass manche Kinder hier einen idealen Sonnenplatz finden. Im Handumdrehen werden aus Baumstümpfen und alten Brettern Sonnenliegen gezaubert.

Der Wald bietet so viele Bereiche, dass der Bildungsrahmenplan komplett berücksichtigt werden kann.  Außerdem wird Freude und Interesse an der Natur vermittelt. Empathie für Pflanzen und Tiere wird entwickelt und die eigenen Fähigkeiten entdeckt.

Bewegungsanlässe lassen sich ohne große Aufbauten schaffen oder sind einfach vorhanden. Zur Förderung der Ausdauer und der Kreativität, wie z.B. Mandalas aus Naturmaterialien legen, ist immer alles vorhanden.

Ein wichtiger Punkt ist, dass die Kinder es schaffen sich in der Natur ohne große Mühe zu entspannen. Sie lehnen sich an einen Baum oder legen sich ins Gras und schauen in den Himmel und in die Baumkronen. Im Wald sind Kinder selbstwirksam und finden, egal wie unruhig, schüchtern, aufbrausend oder aufgeregt sie sonst sind, einen RAUM der zu ihnen passt.

Aus diesem Grund führen wir eine lang gepflegte Tradition weiter: