Bild: kg-bex

Musik im Kindergarten Bexhövede - MuKiBex

Ein Projekt entsteht ….

in unserer Kita in Bexhövede.

Im Denkzettel hatten wir 2017 von einem Kooperationsprojekt mit der Kirchengemeinde, der Musikschule Loxstedt und uns berichtet.

Die gemeinsame Arbeit hat uns damals so gut gefallen, dass wir nach Möglichkeiten gesucht haben, neben dem wöchentlichen Besuch unserer Pastorin, auch die musikalische Förderung durch Jo Ott und Fabian Mehrtens (Musikschule Loxstedt) im wöchentlichen Rhythmus beizubehalten.

Die Herausforderung für die Kommune und uns als kirchliche Kita, war eine passende und gerechte Abwicklung der Kosten und Verwaltung zu vereinbaren.

So ein Projekt entsteht ja nicht von alleine und es braucht viele Köpfe, um auf gute Ideen und tragfähige Vereinbarungen zu kommen.

Gemeinsam mit der Elternschaft, den Elternbeiratsmitgliedern, unserer Pastorin, dem Kirchenvorstand, dem Musikschulleiter, dem Verwaltungschef, unseren Kitamitarbeiterinnen und Leiterinnen haben wir kontinuierlich mit Geduld und Vertrauen etwa ein Jahr lang an einer Lösung gefeilt. Da kann man manchmal richtig stauen, wie lange es braucht Entscheidungen gemeinsam zu entwickeln und wie groß die Freude ist, wenn es dann tatsächlich einen Weg gibt, ein Projekt zu starten.

Nun haben wir es geschafft und das Projekt MuKiBex ist installiert.

Das bedeutet, dass wir die musikalische Früherziehung für alle Kinder des Kindergartens anbieten, egal aus welcher finanziellen Situation die Kinder kommen. So haben wir als Kita, mit Rückendeckung der Kirchengemeinde, dem Kitaverband und der Elternschaft, die Projektverantwortung in vollem Umfang übernommen. Alle Eltern des Kindergartens haben sich dazu bereit erklärt sich finanziell an den Kosten zu beteiligen. Die Zahlung erfolgt monatlich und in der Höhe die, die Familien für sich als leistbar definieren. Einige Eltern zahlen mehr als die tatsächlichen Kosten sind, einige begleichen genau die Rechnungssumme pro Kind und manche wählen den reduzierten freiwilligen Beitrag. In der Gesamtrechnung vertrauen wir darauf, dass sich solch ein ambitioniertes Projekt durch sich selbst trägt. Spenden sorgen dafür.

Warum ist es eigentlich die Musik geworden, um die wir uns so stark kümmern wollen?

Es sind die Synergien die uns in der Vorbereitung begeistert haben.

Da wäre als erstes die Arbeit im Kindergarten selbst, die durch die musikalische Früherziehung noch mehr Sprachanregungen umsetzt und die Stimmbildung professionell fördert. Welches sich wesentlich auf Sprechstimme, den Sprachrhythmus und die Ausdrucksmöglichkeit der Kinder auswirkt.
Unsere Erzieher*innen begleiten die musikalische Früherziehung und übernehmen die Übungen und Lieder direkt in den Kitaalltag.

Die Musikschule kommt direkt in die Kita, so können alle Kinder teilnehmen und für alle Eltern fallen Fahrtwege und zusätzliche Organisation weg. Intensive Förderung entsteht hier und gleichzeitig wird die Familienzeit entlasten. Dies hat uns besonders gefreut, denn wir sehen wie sich Eltern und Kinder bemühen alles unter einen Hut zu bekommen.

Auch die Religionspädagogik in unserem Haus verknüpft sich eng mit dem Schwerpunkt der musikalischen Förderung. Durch gemeinsame Erzählungen und Lieder wird für unsere Kinder Religion erlebbar, lebendig und alltagstauglich.

Ähnlich verhält es sich auch mit dem Familien- und Dorfleben. Wie schön ist es doch zu den Festen gemeinsam zu singen oder den eigenen Kindern voller Stolz zuzuhören. Wie schön ist es Lieder zum Laternenumzug, zu Ostern und Weihnachten zu hören oder auch, wenn die Kinder ihre beliebten Spaziergänge durchs Dorf machen und dabei „vor sich her singen“. In der letzten Waldwoche haben die Kinder sogar ein Ständchen im Wald dargeboten.

Wir hören es gern und für die Kinder ist es ein wunderbares Gefühl gern gehört zu werden.

Da kommt Selbstvertrauen und Wirkkraft ins Spiel, Mut und Kreativität – all das was Kinder in modernen Zeiten brauchen. Sodass hier schon an die Förderung für Morgen gedacht ist. 

Nicht zuletzt ist es eine wunderbare Synergie von kommunaler Arbeit und kirchlicher Trägerschaft, die hier gut ineinandergreift und sich gegenseitig im Interesse der Familien stützt.

Das Kiga-Team

Text: Nina Klawonn, Kitaleitung