Bild: kg-bex

zusammengetragen von Sjelle Döscher, Konfirmandin 2018

"Im Judentum wurden und werden alle männlichen Kleinstkinder an der Vorhaut beschnitten - wie Jesus, acht Tage alt.

Damit wird der Israelit in den Bund Gottes mit einbezogen. Gott stellt ihn fortan unter seinen besonderen Schutz und seine Verheißungen und segnet ihn.

Durch die Beschneidung (wie auch durch die christliche Taufe) wird das Kind Mitglied der Glaubensgemeinschaft. In Kolosser 2,11 bezeichnet der Apostel Paulus die Taufe als eine christliche Beschneidung.

Nicht das Kind entscheidet sich für Gott, sondern Gott entscheidet sich für das Kind."*1

Die Juden kannten bereits das Tauchbad. Sie trennten ein Bad in der Mitte. Man vermutet dass die Menschen auf der einen Seite hineinstiegen um ihren Dreck (ihre Unreinheit) abzuwaschen und auf der anderen Seite gereinigt und erleuchtet wieder hinaus. Die Bäder waren schön verziert dazu waren sie 2-3 Meter groß und 1,20 tief.

Im neuem Testament wird zum ersten Mal von der Taufe erzählt und dazu gehört die Geschichte von Johannes dem Täufer. Er hat die Leute im Jordan Fluss getauft. So hat er auch Jesus da getauft. Jesus trug seinen Jünger auch auf zu taufen, er selber hat aber nicht getauft.

Jesus war auch ein Anhänger von Johannes gewesen. Johannes hatte seine Jünger auch raus in die Welt geschickt, die dann auch bei Petrus waren und ihm vom Johannes dem Täufer erzählt haben. Petrus taufte selber auch und zwar im Namen von Jesus Christus und dem Heiligen Geist. Daran sieht man, dass es zwei Arten vom Taufen gibt. Die Jünger von Johannes haben sich gleich noch einmal von Petrus taufen lassen.

Im Laufe der Jahre hat sich die Taufe verändert. Früher wurden die Täuflinge erst drei Jahre lang in den Katechumen unterrichtet. Es war also eine Erwachsenentaufe. Vor der Taufe wurde derLebenswandel des Täuflings überprüft, genauso wie sein Dienst an Kranken und Witwen. Dem Täufling, der zugelassen wurde, wurde täglich die Hand aufgelegt. Je dichter der Tauftag rückte, wurde dies vom Bischof selbst ausgeführt. Am Tauftag legt der Bischof dem Täufling die Hand auf die Schulter und beschwört fremde Geister den Täufling zu verlassen. Dann bläst er ihm ins Gesicht und versiegelt durch das Kreuzzeichen Stirn, Ohren und Nase. Es gab noch weitere Rituale.

Von der Kindertaufe wurde zum ersten Mal 197 vor Christus gesprochen. Die Kindertaufe wurde erst später eingeführt. Sie sollte die Kinder von Adams Sünden erlösen. Die Taufe der Säuglinge sollte so schnell wie möglich nach der Geburt erfolgen. Und zwar so am zweiten oder dritten Tage nach der Geburt. Da man aber nur einmal getauft werden kann, sahen es einige Leute als ein Problem an. Es wurde auch viel darüber diskutiert.

Heute wird man bei der Taufe in die Gemeinde aufgenommen und mit der Konfirmation festigt man dieses. Es gibt immer noch eine Art Ritual.

Da ich mir viele Informationen rausgesucht und alles durchgelesen habe, habe ich daraus noch einmal viel über die Kirche und den Glauben gelernt. Jeder hat seinen eigenen Glauben und doch führen sie zusammen zu einem Punkt. Dazu hat sich mein Bild, das ich davor hatte, geändert, und ich weiß, dass die Taufe etwas ganz besonderes ist. Dabei ist mir wichtig geworden, dass die Leute sich taufen lassen sollten, da es etwas Schönes und aus meiner Sicht auch etwas Wichtiges ist.        

Genauso, wie die Paten hierbei eine besondere Aufgabe bekommen. Sie werden bei der Taufe bestimmt. Die Paten sollen den Eltern bei der christlichen Erziehung helfen, sie sollen auch mit den Patenkinder Ausflüge machen und viel in Kontakt bleiben, damit sie auch als Ansprechpersonen da sein können, wenn die Patenkinder nicht mit den Eltern etwas reden möchten.

*1 aus Taufe - Festtag in der Familie, Calwer Verlag