zu Gott beten

26. Mai 2022

Ich falte meine Hände, die rau sind. Falte sie, damit sie gerade nicht tippen oder räumen können, wischen oder scrollen, putzen oder schreiben. Ich falte sie. Manchmal kommen Worte. Vereinzelt nur. Namen, die ich in deine Hände lege. Manchmal kommt ein ganzer Schwall. Wut und Kummer und Angst kommen raus.

Manchmal läuft mir das Herz über vor Dank. Gott, wie groß und gut du bist.

Manchmal bin ich einfach still. Du weißt eh, was lost ist, Gott. Für vieles habe ich keine Worte. Das werfe ich dir einfach hin. Du wirst etwas daraus machen.

Dann sage ich Amen.

Löse meine Hände wieder. Mache weiter. Aber es fühlt sich anders an.

Befreit. Gehört. Geliebt. 

Ihre Pastorin Lara Schilde