Barmherzigkeit

16. Januar 2021

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen, liebe Leserinnen und Leser,

die Weihnachtsgeschenke sind ausgepackt, das schöne, bunte Papier ihrer Verpackung bestenfalls recycled. Was bleibt?

„Seid barmherzig, wie auch Gott, euer Vater barmherzig ist“,

das ist die Jahreslosung für 2021 aus dem Lukasevangelium (Kapitel 6, Vers 36). Wie ein großes Geschenk kommt uns Gottes Barmherzigkeit in diesem Jahr entgegen. In dem Wort „Barmherzigkeit“ sehe ich zwei Wörter: Herz und Arm.

Für mich ist es so, dass Gott uns von Herzen umarmt. Er schaut uns liebevoll und mit Nachsicht an, wenn uns etwas peinlich ist, wir uns mal wieder geärgert haben, oder Fehler gemacht haben.

Gott schenkt uns Barmherzigkeit: Liebevolle Lebensenergie –
für uns selbst - und andere.

Werke der Barmherzigkeit

Wenn das Lied der Engel verstummt ist,
wenn der Stern am Himmel gegangen ist,

wenn die Weisen und Hirten ihren Weg nach Hause gefunden haben,
dann beginnt das Werk von Weihnachten:

Die Verlorenen und Einsamen finden,
die zerbrochenen Seelen mit Liebe heilen,
die hungrigen Kinder füttern mit Liebe und gutem Essen,
die Erde unter uns fühlen – und den Himmel über uns.

Die Gefangenen befreien von allen Ketten,
dafür Sorge tragen, dass die Mächtigen sich kümmern,
Nationen wieder aufbauen mit der Kraft des guten Willens.
Gottes Kinder sehen – überall!

Hoffnung legen in jede deiner Aufgaben,
tanzen zur Geburt eines neuen Kindes,

Musik machen im Herzen eines alten Menschen,
und singen zu den Farben der Erde.

(in Anlehnung an ein Gedicht von Jim Strathdee frei übersetzt von Pia Werner)

Was schenkst Du?  Was schenken Sie? Es ist leicht, zu sagen, was wir uns wünschen von anderen, oder von der Politik. Doch zu sagen, was wir anderen und der Welt schenken wollen, bringt Gott zum Lächeln – und hoffentlich uns selbst auch.

Pastorin Pia Werner