Plastikgedanken

Nachricht 26. März 2019

Plastik ist in aller Munde. Noch nie habe ich auf eine Andacht im Sonntagsjournal (26.3.2019) so viel Resonanz bekommen. Daher ein paar weiterführende Plastikgedanken im Denkzettel: Ich versuche in diesem Frühjahr mit meiner Familie bewusster mit Plastik umzugehen. Das passt genau zu den Fastenaktionen der Passionszeit. Wenn Sie diesen Gemeindebrief in der Hand haben, dann sind wir schon voll drin, in der Fastenzeit. Wie wäre es, Plastik zu fasten?

Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 24.2.2019: „Deutschland ist Europameister im Wegwerfen. 220 Kilo Verpackungsmüll fallen in Deutschland jedes Jahr pro Kopf an.“ Das Plastik in unseren gelben Säcken wird zum Großteil nicht recycelt, sondern nach Südostasien gebracht, wo das Geschäft mit dem Abfall lukrativ ist. Dort landet der Müll dann im Meer. Das muss sich ändern.

Junge Menschen gehen an den "fridays for future" auf die Straße, um gegen den Klimawandel zu protestieren. Dazu gehört ein Umdenken in unseren Köpfen. Wir müssen wieder lernen zu verzichten. Konkret können wir auf Mikroplastik verzichten. Einfach beim Kauf von Pflegeprodukten darauf achten, dass kein 'Polyethylen', meist in Form von sogenannten Mikrokügelchen, enthalten ist. Gemüse ohne Plastikverpackung, Wasser in Glasflaschen, Kaffee ohne Pads, Kleidung aus zweiter Hand: Da geht noch was. In der Bibel lesen wir:

Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. (1. Mose 1)

Was, wenn es nicht so bleibt?

Ist es nicht ein faszinierender und beängstigender Gedanke zugleich, dass es zählt, wie viele gelbe Säcke ich vor die Tür stelle?

Plastik fasten, auch nach Ostern. Wie wäre das?

Ihre Pastorin Schilde